Hawel/McPhail — Transmissions from the Upper Room
20 Jahre sind vergangen, seit Rick McPhail und Frehn Hawel sich mit ihren damaligen Bands die Bühne teilten. Seitdem konnte sich der musikalische Output der beiden hören lassen. McPhail stieg 2004 bei Tocotronic ein und bereichert bis heute den Sound der Band und Hawel lieferte mit Tigerbeat Anfang der 2000er zwei starke Indie-Perlen ab.
Regelmäßige Treffen der beiden Musiker in McPhails Upper Room und der ständige Austausch über Musik, Bands und Gitarren mündeten seltsamer Weise nie in der Idee des gemeinsamen Musizierens. Erst die Absage eines Drummers für ein Projekt Hawels führte zum Beiläufigen Kommentar McPhails, dass auch er das Schlagzeug bedienen könne und brachte den Stein ins Rollen. Umgehend wurde an Songs gearbeitet, die nun in dem gemeinsamen Debüt „Transmissions from the Upper Room“ von Hawel/McPhail münden.
Der Opener „Pause Play“ zeigt direkt auf wohin die Reise geht. Eine kantige Gitarre und der groovende Beat setzen sich direkt im Gehörgang fest und treten die Tür auf, für das was da noch folgt. „Minor Commotion“ kommt noch direkter aus den Boxen und mündet in einem sehr eingängigen Refrain der von McPhails Zweitstimme direkt in die Dauerrotation geschickt wird. In Inside Out“ fügt sich zusätzlich noch eine Synthie-Spur ein und lässt den Song noch voller klingen.
Hawel/McPhail hauchen mit ihrem Debüt „Transmissions from the Upper Room“ dem eingestaubten Genre des Garagenrocks mit ihrer abgeklärten Lässigkeit neues Leben ein und lassen einen mit der Gewissheit zurück, dass eine Gitarre und Schlagzeug zu einem schnörkellosen Höhenflug reichen. Anhören!