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Emma Ruth Rundle — Engine of Hell

Text: Christoph Walter, 05. November 2021

Dass der Totenmonat November der ideale Erscheinungstermin für Emma Ruth Rundles neues Album „Engine Of Hell“ ist, wird schon nach den ersten Takten des Eröffnungsstücks „Return“ klar. Eine minimalistische, gleichzeitig aber doch ziemlich zärtliche Klaviermelodie und die eindringliche Stimme der vielseitig begabten Künstlerin aus Los Angeles genügen, um einen etwas näher an den Plattenspieler rücken und fasziniert lauschen zu lassen.

Obwohl sich die Grundstimmung aus „Return“ im Verlauf der folgenden sieben Stücke nicht großartig ändert und auch das Instrumentarium nur noch um eine Akustikgitarre und ein paar zurückhaltend eingesetzte Streicher ergänzt wird, zieht einen „Engine Of Hell“ von Anfang bis Ende in seinen Bann. Inhaltlich kreisen die Songs allesamt um persönliche Erinnerungen von Emma Ruth Rundle, wobei das Melancholische deutlich überwiegt. Das tröstliche „Dancing Man“ ist da im Vergleich zum Rest fast schon ein Ausbund an Fröhlichkeit.

Im Zwielicht nebliger Novembertage wirken die intimen, dunklen Songs auf „Engine Of Hell“ beinahe wie ein Gruß aus dem Jenseits. Davon, dass Emma Ruth Rundle aber doch in unserer Welt präsent ist, kann man sich bei einigen Konzerten im kommenden Februar überzeugen.

19.02.2022 Bochum – Christuskirche
20.02.2022 Hamburg – Nachtasyl
22.02.2022 Berlin – Heimathafen Neukölln
23.02.2022 Leipzig – UT Connewitz